Die Wissenschaftler der Lab4more entwickeln in Zusammenarbeit mit Labormedizinern und unter Einbeziehung niedergelassener Experten besondere Diagnostikbausteine und Konzepte auf Basis moderner technologischer Möglichkeiten. Diese speziellen Tests und diagnostischen Module werden exklusiv bei Lab4more unter geschützten Markennamen angeboten.

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Lab4dent®

Integratives Labordiagnostik-Konzept für den Zahnarzt:

Was in der Humanmedizin jahrzehntelang geübte Selbstverständlichkeit ist, ist heute auch für die Zahnmedizin interessant: Labordiagnostik flankiert therapeutische und präventive Maßnahmen. Lab4dent bildet eine Schnittstelle zwischen Zahnarzt , niedergelassenen Arzt und Labor und dafür reicht das Programm von Diagnostik bei Parodontitis, über Unverträglichkeit von Zahnersatz, Entzündung, Materialbelastung bis zu Stress.

Besonders hervorzuheben sind

Parodontologie: Parident-Erregernachweis, IL1-Entzündungs-Reakionstyp,Aromatogramm zur Therapiefindung zum Einsatz von ätherischen Ölen,

Entzündung bei Parodontitis, Gingivitis, Karies und lmplanatatverlust: Messung von Speichel-Cortisol, Vitamin D und IL 1-Entzündungs-Reakionstyp im Blut

Bei chronischer Entzündung: Monocheck – Nachweis des individuellen Reaktionstyps , natürliche Therapiefindung durch den TNF-Hemmtest

Material-, Anästhetika- und Antibiotika-Unverträglichkeit: CYRA – ITT (in vitro Zytokinsekretion z.B. gegenüber Metallen, Kunststoffen, Klebern und Zementen) und speziell in der lmplantologie Titanunverträglichkeit

Knochenstoffwechsel: Vitamin D und Parathormon, der Marker für Knochenaufbau Osteocalcin, der für den Knochenabbau Beta-Crosslaps und die Bestimmung des genetischen Risikos für erhöhten Knochenabbau

Entgiftung: Belastung durch Metalle und Methacrylaten im Speichel, Mobilisationstest mit DMPS, Überprüfung des Entgiftungssystems Phase I und II als Funktionstest oder genetische Analyse.

Metallanalytik des Zahnersatzes: Abschliffproben werden auf die Metallzusammensetzung analysiert

Stresshormone : Stress erzeugt Entzündung – Cortisol und DHEA, aber auch Neurobotenstoffe wie Serotonin sind die Marker für chronischen, nicht kompensierten Stress

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VictualisConcept

lgG und lgG4-vermittelte Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Der Begriff „VictuS” konnt aus dem Lateinischen steht für den Begriff „Nahrung” als das zum Leben
Notwendige. Dieses Konzept wurde entwickelt um fragliche lgG Gesamt- bzw. lgG4-vermittelte Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu identifizieren und voneinander abzugrenzen. Bei überwiegend akutallergischen Symptomen empfiehlt es sich nach lgE- und lgG4-Reaktionen zu suchen.

Liegen dagegen chronische und überwiegend unspezifische Beschwerden, wie Müdigkeit, Fieber, Muskel­ und Gelenkschmerzen, Migräne/Kopfschmerzen oder generalisierte Urtikaria vor, bietet sich die Bestimmung von IgG1- bis IgG3-Antikörpern, die ausschließlich im lgG Gesamt-Test erfasst werden an.

Das Victus-Concept ist modular aus folgenden Testschritten aufgebaut:

In einem VictuScreen mit je 3 Allergenpools kann eine zielorientierte Zuordnung zu den verschiedenen Reaktionsformen vorgenommen werden. Während der VictuScreen lgE und lgG4 Reaktionen gegenüber Nahrungsmitteln sowie lnhalationsallergenen erfasst, können im VictuScreen lgG vorliegende lgG Gesamt-Reaktionen gegen Nahrungsmittel abgeklärt werden. Der Basistest VictuBase lgE, lgG4 oder lgG dient als Einstieg, bei dem 88 wichtige
Grundnahrungsmittel getestet werden. Ein individuelles Rezeptbuch gibt die Möglichkeit einer Ernährungsumstellung.

Bei sehr vielen Reaktionen im Basistest oder bei weiterbestehenden Symptomen trotz Einhaltung der Ernährungsempfehlung des Basistests, empfiehlt sich in jedem Fall das Nahrungsmittelspektrum zu erweitern mit dem VictuAdvanced lgG4 bzw. lgG, in dem weitere 88 Nahrungsmittel getestet werden„

Zusätzlich kann der VictuPlus dazu kombiniert werden. Wird nach alternativen Nahrungsmittel gesucht, bieten sich die Profile „Glutenfreie Getreide” oder„Milchersatzprodukte” an.

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ITT® - Immun-Target-Test

Das Immunsystem verfügt über verschiedene und gegensätzliche Möglichkeiten einer spezifischen Immunantwo rt, die mit TH1, TH2 und regulativen T-Zellen bezeichnet werden. Da die Regulation des Immunsystems über zahlreiche Botenstoffe erfolgt, sind auch die unterschiedlichen Formen der Immunantwort durch verschiedene Botenstoffmuster charakterisiert. Nur bei einem Gleichgewicht zwischen den Immunbotenstoffen der verschiedenen T-Zell-Populationen ist die Effizienz des Immunsystems gegeben.

Die derzeit modernste und differenzierteste Variante der in-vitro-Testung der T-Zellreaktion stellt die Messung der Botenstoff-Freisetzung der Zellen gegenüber der Testsubstanz in der Kurzzeitkultur dar (Beadbasierte Multiparametertechnik). Der ITT  (lmmunTargetTest) ist ein patentgeschütztes Verfahren und hat gegenüber den schon länger verwendeten LTT-Varianten entscheidende Vorteile. Zum einen die schnellere Testdurchführung, zum anderen die differenziertere Aussage über die Art der vorliegenden Immunreaktion.

Im Test T-Zell-Funktion basis wird die Ausschüttung der Markerzytokine IL2, IL10 und IFNgamma gegenüber dem Antigen Influenza und dem Mitogen PWM gemessen.

Durch die Auswahl anderer geeigneter Botenstoffe kann zusätzlich eine umfassende Beurteilung der immunologischen Reaktionslage erfolgen, mit einer Testung können verschiedene Typen von abnormalen Immunreaktionen sowie pseudoallergische Phänomene ohne Gedächtniszellbeteiligung erkannt werden.

 

ITT®- CYRA®

Mit dem ITT® können neben allen im Dentalbereich eingesetzten Metallen bzw. Legierungen auch Kunststoffe, Verbundmaterialien und Wurzelfüllmaterialien getestet werden. Zusätzlich ist die Austestung von Originalwerkstoffen möglich (Materialprobe). Deshalb empfiehlt sich der ITT® heute in erster Linie als labordiagnostisches Verfahren zur Feststellung einer Unverträglichkeitsreaktion gegenüber Dentalwerkstoffen. Zudem eröffnet die Methode weitere Optionen in der Objektivierung von Immunreaktionen gegenüber Schadstoffen, Medikamenten oder Chemikalien. In der Zahnmedizin wird dieser Test ITT® -CYRA genannt. Die Zytokinbestimmung in der Zellkultur wird vom RKI zur differenzierten Diagnostik bei umweltmedizinischen Fragestellungen grundsätzlich befürwortet (RKI 2001/2004). Diese umweltmedizinischen Fragestellungen umfassen auch die Sensibilisierung durch Dentalmaterialien.

 

T-Select®

Natürliche Immunmodulatoren können die Zytokinaktivität von T-Zellen aktivieren, auch ohne die Proliferation in Gang zu setzen. Nur mittels Bestimmung der Zytokinausschüttung ist eine Beurteilung der zelltoxischen T-Tellaktivierung durch Immunmodulatoren möglich. T-Select® ist ein Basisprogramm einer lmmunmodulator -Testung, die die Inkubation der Patientenzellen mit einer Modulatoren-Konzentrationsreihe und die Messung der Zytokinexpression von IL-2, IL-10, IFN-gamma und TNF-alpha beinhaltet. Neben einem getesteten Standardpanel werden zusätzlich T-Select Profile mit Thymus/Milz-Präparaten und Vitaminen/Spurenelementen angeboten.

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NK-Check®

Test der zytotoxischen Aktivität der natürlichen Killerzellen

Die Bedeutung der natürlichen Killerzellfunktion als erste unspezifische Abwehrbarriere für Infekte und Tumorproliferation ist unbestritten. Eine gute NK-Zellfunktion ist aber auch ein wichtiger immunologischer Altersparameter.

Die NK-Zellfunktion ist allerdings nicht über die Bestimmung der Zellzahl im Blut feststellbar, da diese nicht mit der Aktivität oder Zytotoxizität korreliert. Für die Funktionsanalyse kommt der seit vielen Jahren bewährte Zytotoxizitätsassay in Betracht. Patientenblut wird 8-20 h mit markierten Tumorzellen inkubiert und anschließend der Anteil abgetöteter Targetzellen als Maß der zytotoxischen Aktivität im Durchflusszytometer bestimmt. Als Targetzellen werden die MHC-negativen K562-Lymphomzellen verwendet, da sie im Unterschied zu anderen Tumorzellen in jedem Fall für NK­ Zellen als fremd erkennbar sind. Neben der basalen Abtötungsrate wird die Stimulierbarkeit der NK­ Zytotoxizität durch physiologische Mediatoren wie IL-2 gemessen. Außer der Zytotoxizität wird auch die Aktivierbarkeit der Expression des frühen lymphozytären Aktivierungsantigens CD69 als Funktionsmarker herangezogen.

 

NK-Select®

Die Wirkung von natürlichen Immunmodulatoren auf die NK-Zellaktivität wird ebenfalls mit dem beschriebenen Funktionsassay analysiert. Der Zytotoxizitätstest liefert die weitestgehende Information, ist jedoch aufwendig. Patientenzellen werden mit dem zu untersuchenden Modulator inkubiert und anschließend der Modulatoreffekt nach Abzug der basalen Aktivität kalkuliert. Neben einem getesteten Standardpanel werden zusätzlich NK-Select® Profile mit Mistel-Präparaten, Immunpilzen und Mikronährstoffen angeboten.

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Lab4gut®

Der bakteriellen Besiedelung des Darms wird in den letzten fünf Jahren eine immer größere Bedeutung für die Entstehung und den Verlauf von chronischen Erkrankungen, wie kardiovaskuläre Erkrankungen, Diabetes und entzündliche Darmerkrankungen beigemessen. Die technische Entwicklung von hoch komplexen molekularen Verfahren, dem sog. Next Generation Sequencing (NGS), trug maßgeblich dazu bei die Zusammensetzung der intestinalen Mikrobiota, deren genetisches Material den Umfang der humanen genetischen Ausstat¬tung quantitativ über¬steigt, zu erfassen.
Da die Kosten dieser Form der Sequenzierung und der bioinformatische Aufwand recht hoch sind und mit der Komplettsequenzierung der Mikrobiota derzeit noch keine klare therapeutische Konsequenz abgeleitet werden kann, haben wir in Zusammenarbeit mit führenden Mikrobiom-Forschern ein Verfahren für die Routinediagnostik zum Nachweis von klinisch relevanten Leitkeimen des intestinalen Mikrobioms entwickelt. Denn trotz der hohen interindividuellen Variabilität des intestinalen Mikrobioms bei Gesunden kann ein sogenanntes Kernmikrobiom definiert werden. So lassen sich mittels der molekulargenetischen Analyse Lab4gut (quanti¬tative Multiplex-PCR) in unserem Labor zurzeit sieben Leitkeime in ihrer Mengen-Relation zueinander im Stuhl be¬stimmen, welche Aussagen über Mukosaintegrität, Entzündungspotential und Pathobionten erlauben sowie eine Einschätzung der mikrobiellen Diversität ermöglichen und von denen sich eine klare therapeutische Konsequenz ableiten lässt.
Das Lab4gut Konzept umfasst neben der Mengenbestimmung der Leitkeime und der Diversität auch die Bestimmung verschiedener Entzündungs- (Calprotectin, Alpha1-Antitrypsin, Beta-Defensin) und Permeabilitätsmarker (Zonulin) sowie Immunmarker (sekretorisches IgA), welche über den Schweregrad der Schädigung oder ein Defizit der intestinalen Barriere- und Immunfunktion Aufschluss geben. Die mit der gesteigerten Darmpermeabilität verbundene mikrobielle Translokation über das Darmepithel führt zu einer subklinischen Entzündungsreaktion (Silent Inflammation), welche als Risikofaktor für die häufigsten Erkrankungen der Industrienationen gilt: KHK, metabolisches Syndrom, Diabetes, Krebs und neurodegenerative Krankheitsbilder wie Alzheimer.
Das Lab4gut Programm stellt ein strukturiertes, übersichtliches diagnostisches Konzept dar, welches eine klare therapeutische Vorgehensweise erlaubt und umfasst folgende Bausteine:

  • Lab4gut basis (Indikation: unklare Befindlichkeitsstörungen, metabolische Dysbalance)
  • Lab4gut basis + Intestinale mikrobieller Phänotyp (IMP) (Indikation: unklare Befindlichkeitsstörungen, metabolische Dysbalance, Gewichtsprobleme)
  • Lab4gut advance (Indikation: unklare Befindlichkeitsstörungen, Entzündungszeichen)
  • Lab4gut complete (Indikation: unklare Darmbeschwerden, Entzündung, Verdauungsstörungen)
  • Lab4gut Brain (Indikation : Darm und neurogene Störungen (Ängste, Stimmung, Depression))

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BactoSelect®

Aromatische Öle sind Naturstoffe mit hohem medizinischem Potenzial. Sie haben eine ausgeprägte konzentrationsabhängige und erregerabhängige antimikrobielle Wirkung und sind in dieser Hinsicht den Antibiotika vergleichbar. Gleichzeitig entfalten aromatische Öle am Wirkort antiinflammatorische und immunstimulierende Effekte. In bestimmten Situationen (Geriatrie, Palliativmedizin) wird auch die psychogene antidepressive Wirkung dieser Substanzen ausgenutzt. Bei chronischen Reizzuständen, die mit Inflammation und Dysbakterie einhergehen (z. B. therapieresistente chronische Harnwegsinfektionen, chronische Sinusitiden), können mit aromatischen Ölen durch Umstimmung des lokalen Milieus therapeutische Erfolge erreicht werden.
Für die patientenindividuelle, personalisierte Auswahl des richtigen aromatischen Öls ist die Kenntnis seines antimikrobiellen Potenzials auf die mik-robielle Flora am Wirkort eine maßgebliche Voraussetzung. Der Labortest BactoSelect® ist ein speziell für diese Fragestellung bei Lab4more entwickelter methodischer Ansatz zur Bestimmung der antimikrobiellen Eigenschaften gaschromatographisch standardisierter aromatischer Öle im individuellen bakteriellen Milieu. Getestet wird die Wirkung mehrerer Öle auf die gesamte anzüchtbare Standortflora des entsprechenden Biotops bzw. Untersuchungsmaterials mit resultierender, labordiagnostisch objektivierter Empfehlung für eine Aromatherapie.